Infos aus der Region von Sasbach-Obersasbach

CDU-Ortsverbände besuchten den Baden-Airpark
Geschäftsführer Manfred Jung
informierte aus erster Hand
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| Das Bild zeigt den
Geschäftsführer des Baden-Airpark Manfred Jung bei
seinen Erläuterungen inmitten der Teilnehmergruppe
vor der Abflughalle |
Sasbach.(GG). Großen Anklang fand am
vergangenen Samstag eine Besichtigung des Baden-Airpark
in Söllingen durch die CDU-Ortsverbände Sasbach/Obersasbach,
Achern, Renchen und Seebach, welche vom Ortsverband
Sasbach/Obersasbach organisiert wurde. Die mögliche
Teilnehmerzahl von 60 Personen war schnell erreicht und
so konnte die Gruppe mit einem vollbesetzten Bus
anreisen.
Im Tagungscenter wurden die
Teilnehmer vom Geschäftsführer des Baden-Airpark,
Manfred Jung, begrüßt. Danach gab Manfred Jung eine
halbstündige Einführung über die Entwick-lung des
Baden-Airpark. Nach dem Abzug der kanadischen
Streitkräfte gab es in der Region nicht nur ein
Konversions-gelände in der Größe von etwa 600 Hektar
sondern der Abzug von mehr als 2.000 Militärangehörigen
hatte auch negative Auswirkungen auf die
Wirtschaftskraft für die gesamte Region. Logische
Konsequenz für die Region war die Weiterführung des
Flughafens und des Gewerbeparks, sicherlich erleichtert
durch die FlowTex-Millionen. Nachdem die Turbulenzen um
FlowTex überstanden waren, wurde mit dem Flughafen
Stuttgart ein neuer Hauptgesellschafter gefunden, der
mit mehr als 60 % nun größter Gesellschafter des
Baden-Airpark ist. Die restlichen Anteile wurden von den
angrenzenden Gebietskörperschaften übernommen. Auf die
Frage nach den derzeitigen Finanzierungslöchern gab sich
Manfred Jung optimistisch, dass diese in den kommenden 3
Monaten gelöst werden können. Schon jetzt zeige sich,
dass die Investitionen in die Zukunft richtig waren. So
verfügt der Baden-Airpark über eine Start- und
Landebahn, auf der alle Flugzeuge starten oder landen
können. Im letzten Jahr wurde in eine Vernetzung mit
Glasfaserkabeln investiert, welche die Bedürfnisse in
den kommenden Jahren abdecken wird. Auch die Kläranlage
wurde schon in die Zukunft gerichtet erneuert. Ein neu
erstelltes Gutachten ergab zwar einen Investitionsbedarf
von 204 Mio. € in den kommenden 10 Jahren, er gebe
jedoch zu bedenken, so Jung, dass alle Investitionen in
den Flughafen auch ein Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung
in der Region sind und es auch bei dieser Summe noch
Einsparpotenzial gibt.
Beeindruckend waren die Eckdaten,
welche Manfred Jung in seinem Vortrag erläuterte. So hat
sich der Luftverkehr im Zeitraum von 1970 bis 2000
versiebenfacht, trotz Ölkrise, Golfkrieg und Asienkrise
und in den kommenden 10 Jahren wird mit einer weiteren
Steigerung um 50 % gerechnet. Bei diesen
Steigerungszahlen gibt sich Jung optimistisch, dass auch
der Baden-Airpark seinen Anteil abschöpfen kann, da
dessen Vorteile auf der Hand liegen. So wird mit einer
Fahrzeit von 60 Autominuten eine Bevölkerungszahl von
mehr als 5 Mio. Einwohnern erschlossen. Parkplätze für
Fluggäste stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung und
sind mit 15 € in der Woche konkurrenzlos günstig. Schon
im Jahr 2003 werden alle Sommerziele im Süden vom
Baden-Airpark angeflogen und ab dem 01. Mai 2003 kann
mit der Gesellschaft Air-Berlin täglich ab 29,-- €
London erreicht werden. Auf den Einwand, ob damit nicht
ein Überangebot nach London entsteht, denn schließlich
gibt es auch ab Straßburg tägliche Flüge zu günstigen
Tarifen, machte Jung deutlich, dass bei Air-Berlin alle
Gebühren schon im Flugpreis enthalten sind, während
diese bei den Flügen ab Straßburg noch zum Flugpreis
hinzukommen. Im übrigen sei dies eine Entscheidung der
Fluggesellschaft. Wichtig sei ihm, so Manfred Jung, dass
der Baden-Airpark bei den Flügen nach London keine
Subventionen gibt. Er halte nichts davon, sich Fluggäste
zu kaufen, sondern er sei sicher, dass bei einer guten
Auslastung der London-Flüge für die Zukunft auch billige
Flüge nach Wien oder Rom angeboten werden können.
Nachdem der Baden-Airpark im Jahr
2002 etwa 205.000 Passagiere verzeichnen konnte, strebe
man im Jahr 2003 eine Steigerung auf 250.000 Passagiere
an. Die Gesamtsitzplatzanzahl am Baden-Airpark wurde in
diesem Jahr schon deutlich erweitert. Derzeit plane man
auch eine Erweiterung der Flughafenfläche.
Der Baden-Airpark verfüge jedoch
nicht nur über eine Flughafenfläche von 270 Hektar,
sondern auch über mehr als 100 Hektar Gewerbefläche, von
denen noch etwa 60 Hektar zur Vermarktung frei sind. Im
April 2003 wurde nach nur 15 Monaten Bauzeit ein neues
Business Center mit 6.000 qm Nutzfläche eingeweiht, in
welchem schon die ersten Mieter eingezogen sind. Auch
hier verwies Manfred Jung, dass diese Investition
eindeutig in die Zukunft gerichtet sei. Insgesamt haben
sich derzeit schon 91 Firmen mit nahezu 1.200
Arbeitsplätzen am Airpark niedergelassen. Jung machte
deutlich, dass es durchaus einen Zusammenhang zwischen
der Entwicklung von Flughafen und Gewerbepark gebe. So
ziehe eine Erweiterung des Flughafens auch Firmen im
flugaffinen Bereich, wie z.B. Wartungsfirmen oder
Catering-Unternehmen, nach sich.
Bei der anschließenden Rundfahrt
über das Flughafen-Vorfeld konnten sich die Teilnehmer
ein Bild über diese Firmen verschaffen. So erhielt man
auch einen Einblick in die Anlage der Deutschen
Rettungsflugwacht, die neben mehreren Hubschraubern auch
drei Ambulanz-Jets in Söllingen beheimatet hat. Auch die
Polizei-Hubschrauberstaffel Baden-Württemberg hat
mittlerweile einen Stützpunkt in Söllingen.
Beeindruckt waren die Teilnehmer
auch von den Fluggeräten der Business-Air-Charter, die
mit ihren Jets Geschäftsleute nonstop bis an
US-Westküste fliegt. Bei der Rundfahrt erklärte Manfred
Jung den Teilnehmern, dass im Jahr 2002 rund 56.000
Flugbewegungen am Baden-Airpark stattgefunden haben, von
denen nur ein Bruchteil dem Reiseflugverkehr zugeordnet
wird. Einen direkten Einblick über den weitaus größeren
Teil der Flugbewegungen erhielten die Teilnehmer, als
der Bus plötzlich anhielt, um einen Hubschrauber in
geringer Höhe kreuzen zu lassen, der auf dem Weg zu
seiner Parkposition war.
Nach der Vorfeld-Rundfahrt führte
Manfred Jung die Teilnehmer noch durch die neue
umgestaltete Abflughalle wieder zurück zum
Tagungscenter, wo der dann noch für weitere Fragen rund
um Flughafen und Gewerbepark zur Verfügung stand.
Nachdem alle Fragen detailliert
beantwortet waren bedankte sich Georg Graf vom
CDU-Ortsverband Sasbach-Obersasbach im Namen der
Teilnehmer für diese kompetente und detaillierte
Information über den Baden-Airpark und gab seiner
Hoffnung Ausdruck, dass die Finanzlöcher gestopft werden
können und die beeindruckende Entwicklung des
Baden-Airpark auch für die Zukunft gesichert werden
kann.

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